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Kaffeebecher für mehr Nachhaltigkeit

Die Geltinger Bäckerei Petersen schließt sich als erster Betrieb in Schleswig-Holstein dem Pfandsystem „CupforCup“ an.

Ein Kaffee auf dem Weg: Der Coffee-to-go gehört inzwischen nicht mehr nur morgens zum Alltag der Menschen. Leider wird er vielerorts immer noch aus Einwegbechern getrunken, die nach kurzer Zeit im Abfall landen. „Wir haben schon seit vielen Jahren nach einer umweltfreundlichen Lösung gesucht“, sagt Cord Petersen, Inhaber der gleichnamigen Bäckerei im Süderholm in Gelting. Bäckerei Petersen hat sich entschlossen, sich dem Pfandsystem „CupforCup“ anzuschließen. Hier bekommen die Kunden einen Kunststoffbecher „The good Cup“ für das Pfandgeld von einem Euro. Diesen können sie entweder wieder zurückgeben oder bekommen für den nächsten Coffee-to-go einen neuen im Tausch. Kein Müll – keine Kosten für den Verbraucher. Cord Petersen hatte im Spätsommer vergangenen Jahres einen Artikel dazu in einer Fachzeitschrift entdeckt. Er ist von dieser Idee, die bundesweit einheitlich funktioniert, begeistert. „Das ist besser, als wenn jeder Betrieb klein, klein etwas für sich ausprobiert“, ist er überzeugt und hat für seine insgesamt fünf Filialen – in Maasholm, Sörup, Freienwill und zweimal in Gelting – 300 dieser Becher bestellt. Es gibt sie seit Beginn des Jahres in den Größen 0,2 und 0,3 Liter. Die Investition in das System sei überschaubar. „Die Pappbecher musste ich ja schließlich auch kaufen“, sagt er. Bis zu 7000 Stück der beschichteten Einwegbecher hat er bisher Jahr für Jahr ausgegeben. „Und wenn es durch das neue System nur 2000 weniger werden, ist doch schon etwas gewonnen“, sagt Cord Petersen. Bisher ist die Geltinger Bäckerei allerdings der erste Betrieb in Schleswig-Holstein, der sich „CupforCup“ angeschlossen hat, wie man auch auf der Homepage cupforcup.de sehen kann. Petersen hofft, dass schnell andere Anbieter dazu kommen. „Je bekannter es wird, desto interessanter ist es für alle. Und es kann doch jeder mitmachen – vom kleinen Kiosk bis zur Mensa in der Uni.“ Im Moment muss Bäckereifachverkäuferin Ruta Schmidt noch etwas Überzeugungsarbeit leisten, wenn der Coffee-to-go bestellt wird. „Aber heute sind bis 10 Uhr bestimmt schon sieben oder acht Pfandbecher rausgegangen“, sagt der Inhaber und hofft, dass es immer mehr werden. „Ich finde die Idee einfach gut – und wir wollen doch alle etwas für die Umwelt und die Nachhaltigkeit tun.“ Das Konzept funktioniert genau wie das Flaschen-Pfandsystem. In allen teilnehmenden Betrieben kann der Kaffeefreund den Becher bekommen und wieder abgeben. Bis zu 400 Mal können die Becher benutzt werden, bevor sie wieder recycelt werden. Ausgedacht hat sich das Konzept Sven Hennebach. Er gründete das Startup 2016 in Düsseldorf. Die meisten Partnerbetriebe befinden sich im Moment noch in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt sind es derzeit rund 250. – Quelle: www.shz.de/22185717 ©2019

Setzen ab sofort auf Mehrwegbecher: Ruta Schmidt und Cord Petersen von der Bäckerei Petersen.