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Einmal durch das Maislabyrinth

Der Irrgarten in Steinberg ist bei Einheimischen und Urlaubern beliebt / Gespensternächte fallen wegen der Corona-Pandemie aus

 Von Haselund in Nordfriesland hat sich Familie Albertsen – Mutter Chris, Vater Nils und die Kinder Levin (acht Jahre) und Noé (sieben Monate) – auf den Weg zum Gut Oestergaard bei Steinberg gemacht: In Oestergaard erwartete sie ein Maislabyrinth, das die Familie durchwanderte. Levin eilte immer ein paar Schritte voraus, um zu „luschern“, wie es weiter geht. Und als er dann auch noch die Stempelstationen auf dem drei Kilometermeter langen Weg im rund 2,7 Hektar großen Maisfeld entdeckte, war sein Ehrgeiz nicht mehr zu drosseln. Auf die Eintrittskarte druckte er die Buchstaben „Maize“ und hatte damit das Labyrinth-Ziel erreicht. Für den Weg sind normalerweise an Zeit 45 bis 60 Minuten erforderlich. Die Familie aus Nordfriesland war ein gutes Stündchen unterwegs und genoss dieses Abenteuer der besonderen Art mit Stopp da und dort, zumal der kleine Noé auch immer wieder auf den Arm wollte, um zu schauen, was wo bei dem Labyrinth-Abenteuer los ist. Dass es der Familie aus Nordfriesland bei ihm gefiel, registriert Jörg Lempelius mit Genugtuung. Für den 49-jährigen Landwirt ist dies die 20. Labyrinth-Saison. Wenn auch alles bedingt durch die Corona-Krise etwas anders als sonst ist, ist er doch zufrieden mit der Resonanz. Noch ist der Mais nicht so hoch, wie sonst zu dieser Zeit. Aber er wird, da ist Lempelius sich sicher, im August die übliche Höhe von 1,50 bis zwei Meter erreichen. Breitere Gänge und keine Sackgassen, in denen sich die Besucher stauen könnten, das gehört diesmal zu den Gegebenheiten. Zusammen mit seinem Kooperationspartner Gunnar Erichsen hat er auch in diesem Jahr alles daran gesetzt, damit die Besucher ihren Spaß haben, zumal draußen vor dem Labyrinth Sitzgelegenheiten und Spielgeräte zum Bleiben einladen. Lempelius hatte von einem Labyrinth in Frankreich gelesen. Was dort funktioniert, müsste doch auch hoch im deutschen Norden klappen, dachte er sich. In den vergangenen Jahren kamen rund 5000 Besucher pro Jahr. Mit einer solchen Zahl rechnet er auch für dieses Jahr – denn das Interesse ist bei Einheimischen und Urlaubern gleichermaßen groß. Noch bis zum 6. September ist das Maislabyrinth täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Verzichtet werden muss in diesem Jahr auf die Gespensternächte in dem Mais-Irrgarten. Der Grund: die einzuhaltenden Abstände und Hygienevorschriften können bei Dunkelheit nicht gewährleistet werden