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"Brarup-Box"

Das Volksfest ein bisschen „nach Hause zu holen“

Die Brarup-Box                                                                                                            Doris Ambrosius                                                  

Mit den Einnahmen sollen die Schausteller unterstützt werden. Dass die Corona-Krise den Süderbrarupern in diesem Jahr ihren Brarup-Markt genommen hat, ist schon traurig genug, aber ganz besonders trifft die Absage die Schausteller. Daher hat sich Heinrich Nissen vom Brarup-Markt-Marketing überlegt, dass es doch ein toller Gedanke wäre, das Volksfest ein bisschen „nach Hause zu holen“. Um diese Idee umzusetzen, holte er Helfer mit ins Boot. „Als erster fiel mir unser Verpackungskönig Jan Hollesen aus Sörup ein“, so Nissen, „und er hat nach Angabe des gewünschten Inhaltes eine Verpackung kreiert, die dafür sorgt, dass alles sicher beim Kunden ankommt.“ Der Inhalt lässt tatsächlich sofort ein wenig Brarup-Stimmung aufkommen: „Es wird das Bier ,Braurup’ enthalten, das speziell von Hannes Frank für Brarup-Markt gebraut wird und dieses Jahr nur über die ,Brarup-Box’ zu bekommen ist“, so Nissen. Außerdem gibt es eine virtuelle Brille, mit der der Käufer Karussell fahren kann. „In den größeren Paketen ist eine Brarup-Wurst, der Schnaps Kolleruper Dax und im großen Paket eine Überraschung enthalten“, erklärt Nissen weiter.

Die Boxen können in den drei verschiedenen Größen (25/50/99 Euro) auf der Webseite www.brarupmarkt.de bestellt werden. Der Countdown läuft, denn am 20. Juli werden alle Pakete von vielen ehrenamtlichen Helfern im Hause Hollesen gleichzeitig gepackt und so verschickt, dass sie pünktlich am Freitag, 24. Juli, dem eigentlichen Marktbeginn, ankommen. „Wir arbeiten alle ehrenamtlich, um die Kosten möglichst gering zu halten. Ich glaube, das wird eine lange Nacht“, scherzt Heinrich Nissen und fügt hinzu, dass nur die reinen Kosten gedeckt werden und jeglicher Überschuss den Schaustellern zugute kommen wird. Marktmeister

Dirk Lorenzen weiß, wie schwierig ihre Lage zurzeit ist. „Es gibt sicherlich viele Wirtschaftsbereiche, die in Not geraten sind, doch bei den Schaustellern sieht es so aus, dass sie keine Wahlmöglichkeit haben und ihnen die komplette Existenzgrundlage entzogen wurde.“ Ein Ende sei noch nicht in Sicht. „Sogar das Weihnachtsgeschäft ist in Gefahr“, erklärt Dirk Lorenzen.

Wie die eingenommenen Mittel eingesetzt werden, werde davon abhängen, wie viele Bürger mitmachen, sagte er. Es gebe verschiedene Möglichkeiten – von Hilfe in Einzelfällen bis hin zur Standermäßigung im nächsten Jahr. „Es wird kein Gießkannenprinzip geben. Wir werden die Schleswig-Holsteinischen Schausteller, die uns langjährig hier in Süderbrarup die Treue gehalten haben, mit Augenmaß bedenken und unter anderem schauen, wer besonders in Not geraten ist.“   Quelle : SHZ